Eingriffe an der Nase

Eingriffe an der Nase

Hierunter fallen die Versorgung von Verletzungen und Brüchen inkl. des Mittelgesichtes, Entfernung von Tumoren, Korrektur von Formstörungen der Nasenscheidewand, Nasenklappe und äußeren Nase, Nasenmuschel- und Nasennebenhöhleneingriffe und Tränenwegseingriffe.

Nasenverletzungen – Nasenbeinbruchaufrichtung (Nasenbeinreposition)

Verletzungen der Haut bzw. Knorpel sollten innerhalb kürzester Zeit (in der Regel max. 6 Stunden) versorgt werden, bevor die körpereigene Wundheilung einsetzt. Ein Nasenbeinbruch ohne Hautverletzung sollte, wenn medizinisch erforderlich, nach spätestens einer Woche korrigiert werden. Somit ist eine weitgehende Rekonstruktion der vorherigen Form ohne starke kosmetische Einschränkung möglich.

Nasentumore

Tumore können gut- oder bösartig sein. Eine Klärung ist nur durch vollständige Entfernung (mit Rekonstruktion der Form) und feingewebliche Untersuchung möglich.

Nasenscheidewandbegradigung - Septumoperation

Der häufigste Grund für diesen Eingriff ist die behinderte Nasenatmung.
Die häufigsten Ursachen für eine Verbiegung sind so gewachsene Strukturen bzw. Folgen von Brüchen der Nase. Ist ein konservativer Therapieversuch nicht erfolgreich gewesen, kann hiermit eine Verbesserung erzielt werden. In den meisten Fällen wird dieser Eingriff bis heute von den Krankenkassen bezahlt.

Nasenklappenoperationen

Eine verengte Nasenklappe ist eine sehr häufige, aber auch häufig übersehene Ursache für eine behinderte Nasenatmung.

Die Nasenklappe ist die erste Engstelle nach den Nasenlöchern. Sie funktioniert im Sinne einer Düse. Bestehen hier Verengungen kommt es beim Einatmen zu einem Ansaugphänomen und der Luftstrom wird so verändert, dass er wie ein Block empfunden wird und der/die Patient/Patientin das Gefühl hat durch die Nase nicht oder nur sehr erschwert atmen zu können.

Sollte dies nach der genauen Untersuchung die Ursache sein und konservative Behandlungsoptionen nicht in Frage kommen, ist eine Operation mit „innerer Schienung“ als Korrektur sinnvoll. Das Funktionsprinzip ähnelt dem des äußeren Nasenpflasters, wo eine seitliche Zugwirkung die Nasenklappe offen hält.

Nasenmuschelverkleinerung

Eine Nasenmuschelvergrößerung ist eine weitere Ursache für eine behinderte Nasenatmung, aber auch Schnarchen.

Die Nasenmuscheln sind in der Nase befindliche Schwellkörper. Ihre Hauptfunktion sind die Anfeuchtung und Erwärmung der eingeatmeten Luft zur besseren Verträglichkeit in der Lunge.

Durch Entzündungen, Allergien aber auch Medikamente kann es zur dauerhaften Vergrößerung kommen, so dass die Atmung durch die Nase stark eingeschränkt ist. Die Folge ist häufig eine verstärkte Mundatmung, was auch ein nächtliches Schnarchen begünstigt.

Sind konservative Methoden erfolglos, kann eine Verkleinerung der Oberfläche durch Reduktion des Gewebe unter der Schleimhaut zu einer geringeren Einengung der Nasengänge und somit zu einer verbesserten Nasenatmung mit möglichst geringer Schädigung der Hauptfunktion führen, da die Schleimhaut nur gering beeinträchtigt wird.

Nasennebenhöhleneingriffe

Nasennebenhöhlen werden minimalinvasiv mikroskopisch und endoskopisch durchgeführt.

Wiederkehrende Entzündungen und Allergien können zu chronischen Nebenhöhlenentzündungen mit Polypenbildung führen. Sind konservative Behandlungsmethoden erfolglos kommen operative Maßnahmen zum Einsatz.

Hierbei werden unter Schonung von gesundem Gewebe mikroskopisch und endoskopisch die krankenhaften Veränderungen abgetragen.

Nasenformkorrekturen inkl. kompletten Nasenaufbau nach Verletzung – Rhinoplastik

Funktionelle und ästhetische Korrekturen von Formveränderungen der äußeren Nase bis zum kompletten Nasenaufbau mit Rippenknorpel nach Verletzung sind möglich.

Formveränderungen der äußeren Nase können funktionelle Probleme (behinderte Nasenatmung, Schmerzen) oder Störungen des kosmetischen Empfinden der/des Patientin/Patient haben.

Neben Unfällen und nach Operationen (z.B. Tumor) sind Wachstumsstörungen meist ursächlich.

In der Planung der Operation muss neben der Funktion auch der spätere Gesamteindruck im Gesicht ausreichend und gründlich berücksichtigt werden. Sollten Sie Interesse haben, bitten wir daher bei Terminabsprache unbedingt den Grund der Vorstellung mit anzugeben, da hierfür spezielle Termine eingerichtet sind.

Ob die Krankenkasse die Kosten für die Operation übernimmt, ist nicht immer leicht vorherzusagen, muss individuell beurteilt und ggf. zunächst bei der Krankenkasse beantragt werden.

Tränenwegsoperation

Tränenwegsverengungen können auch durch die Nase operativ beseitigt werden. Bei einer Verengung der Tränenwege kommt es zu einem nahezu permanent tränenden Auge, häufig in Kombination mit wiederholten Entzündungen der Augenbindehaut. Ursächlich können neben Entzündungen, Unfällen, Fehlbildungen auch Operationen sein.
In der Diagnostik muss zunächst geklärt werden, wo genau die Engstelle liegt, um den optimalen Zugangsweg zur Rekonstruktion zu planen.

Mittelgesichtsfrakturversorgung inkl. Augenhöhlenboden

Mittelgesichtsbrüche müssen zeitnah versorgt werden und werden deshalb in aller Regel in Vollnarkose im Krankenhaus durchgeführt.
Mittelgesichtsbrüche inkl. des Augenhöhlenbodens können bei nicht ausreichender Korrektur später zu diversen funktionellen Störungen (u.a. Schmerzen, Seh-, Kau- und Schluckstörungen, Taubheitsgefühle) aber auch zu sichtbaren Formveränderungen und Narben des Gesichtes führen.
Die Wiederherstellung der Kontinuität des Knochen in der ursprünglichen Position ist für das spätere Ergebnis entscheidend. Hierbei kommen neben kleinen Platten und Schrauben auch sich selbst auflösende Folien zum Einsatz.