Abklärung und Therapie bei Tinnitus

Abklärung und Therapie bei Tinnitus

Tinnitus ist ein sehr belastendes Ereignis für die Betroffene/den Betroffenen.
Durch das Geräusch können unter anderem Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, Unausgeglichenheit und Schlafstörungen ausgelöst oder verstärkt werden.

Obwohl es auch Schädigungen im Bereich des Innenohres gibt, entstehen die Geräusche entgegen der langläufigen Meinung meist nicht im Ohr, sondern im Bereich der zentralen Hörbahn im Gehirn. Hierbei geht man von überaktiven Arealen im Bereich der Hörrinde im Gehirn aus. Somit erklärt sich auch, dass eine große Anzahl von Störungen anderer Organe Ausgangspunkt für das Geräusch sein können.

Neben einer gründlichen Erhebung der Art des Ohrgeräusch, seiner Dauer, der belastenden Einschränkungen und Erhebung von Nebenerkrankungen ist eine exakte Lokalisation des Ohrgeräusch und seiner Auswirkung auf die Hörfunktion zur Einschätzung unerlässlich, da viele Patienten den Tinnitus ohne subjektive Höreinschränkung wahrnehmen.

Tinnituslokalisation und -verdeckbarkeit

Störende Ohrgeräusche oder Töne, die ohne akustische Stimulation von außen entstehen, sind im Ohr oder Gehirn lokalisiert. Mithilfe verschiedener Messmethoden und Hörtests wird versucht, den Tinnitus näher zu lokalisieren und zu charakterisieren.
Eine Behandlungsmethode ist das Erzeugen von anderen angenehmeren Geräuschen, die den Tinnitus verdecken.

Tinnituscounseling

Diese Behandlung beruht auf der Annahme, dass der Tinnitus, ähnlich dem Phantomschmerz, ein Wahrnehmungsproblem ist. Das Counseling strebt eine Verbesserung des Problems durch die Veränderung von Denk- und Verhaltensweisen an.

Tinnitracks

Dies ist eine Therapiemethode, bei der mit angelehnter veränderter Musik an den Tinnitus versucht wird, die überaktiven Areale im Bereich der zentralen Hörrinde zu beruhigen.